Castor Transport 2010 – Rund 30.000 Demonstranten in Gorleben erwartet

Bereits seit Monaten ist der Streit um die Laufzeitverlängerungen der Atomkraftwerke Top Thema in den Medien. Die Diskussion um die Laufzeitverlängerung hat eine politische Brisanz entwickelt mit der wohl nur wenige gerechnet haben. Der Zustrom, den Anti-Atom Bewegungen derzeit erleben ist groß wie nie zuvor und die Grünen kämen bei der nächsten Bundestagswahl nach neusten Umfragen auf über 20 Prozent.

Castor Transport Demo

Kein Wunder also, dass auch die Protestbewegung stark wie nie ist. So werden bei einer Demonstration am kommenden Samstag in Gorleben über 30.000 Protestanten erwartet. Der nahe Gorleben gelegene Salzstock dient derzeit als Endlager für radioaktiven Atommüll. Ziel der Demonstranten ist es den Castor Transport nach Gorleben zu verhindern oder zumindest soweit zu erschweren, dass in der Zukunft keine weiteren Transporte mehr folgen.

Klar, dass da einiges an Reibefläche mit der Polizei vorhanden ist. Insgesamt 16.000 Polizisten sollen den Castor Transport schützen. In einem Vorgespräch zwischen verschiedenen Vertretern der Anti-Atom Initiativen, dem Chef der Bundespolizei und dem Polizeipräsident von Lüneburg wurde schnell klar, dass das Verständnis über einen „verhältnismäßigen“ Einsatz von Mitteln zur Behinderung des Transports und über eine „verhältnismäßige“ Reaktion den Polizei darauf, weit auseinander gehen. So sei das sogenannte „Schottern“ der Gleise, bei der der Schotter aus dem Gleisbett entfernt wird, um so eine Weiterfahrt der Züge zu verhindern, gesetzeswidrig und werde mit entsprechenden Mitteln geahndet. Auch der Einsatz von Wasserwerfern wird von der Polizei nicht ausgeschlossen. Die Gewaltbereitschaft wird zwar von beiden Seiten als niedrig beschrieben, wie friedlich die Proteste dann aber wirklich ablaufen bleibt abzuwarten.

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