Streit um Braunkohle in Brandenburg

Im Brandenburger Landtag kommt es aufgrund der Energiestrategie 2030 zu einer Debatte nach der nächsten. Von Seiten der Opposition kommt die Kritik, dass man sich zwar dabei auf die erneuerbaren Energien konzentriere, doch zudem immer noch den Bau weiterer Braunkohlewerke fördere. Dies seien zwei Punkte, die sich eigentlich kaum miteinander vereinbaren ließen. Schließlich sei die Energiewende ja auch Anlass zu einer umweltfreundlicheren Energiepolitik, was der Unterstützung von Braunkohle widerspricht.

Während im Landtag debattiert wurde, demonstrierten draußen rund 200 Lausitzer Bergleute für die Braunkohle. Bis zu 16.000 Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel, sollte man sich wirklich für ein Ende der Braunkohle in Brandenburg entscheiden. Bisher sieht es jedoch nicht danach aus. Wie die Regierung verlauten ließ, sehe sie Braunkohle weniger als ein Problem als ein Teil der Lösung. Auf dem Weg zu einer Zeit, wo man nur noch erneuerbare Energien nutzt, sei die Braunkohle eine Art Brücke, eine Übergangslösung. Es könne immerhin noch einige Jahre dauern, bis der gesamte Energiebedarf durch die Erneuerbaren gedeckt werden kann, und das zu international wettbewerbsfähigen Preisen.

Die Gegner des fossilen Energieträgers, beispielsweise Greenpeace, sprechen sich jedoch immer wieder gegen eine weitere Unterstützung aus. Man müsse sich für eine Richtung entscheiden, finden sie. Entweder erneuerbare Energien oder Braunkohle. Doch beide zusammen seien von der Grundeinstellung her kaum zu vereinbaren. Diese Sichtweise wird jedoch bei der brandenburgischen Regierung nur schwer durchsetzbar sein. Immer mehr Politiker bekennen sich zur Braunkohle. So sagte beispielsweise CDU Fraktionsvorsitzende Saskia Ludwig, sie sei der Meinung, dass das Land mit bisher 3000 Windkraftanlagen ausreichend versorgt sei. Die Grenze der Belastbarkeit sei somit erreicht.

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