BP stellt sich auf Schadensersatzforderungen von bis zu 50 Milliarden Dollar ein

Während die Schätzungen des austretenden Öls aus dem Bohrloch im Golf von Mexiko ständig nach oben korrigiert werden, wappnet sich BP für Folgekosten der größten Umweltkatastrophe der US-Geschichte von bis zu 50 Milliarden Dollar.

In einem Dokument des Ölkonzerns BP, dessen Bohrinsel „Deepwater Horizon“ vor 2 Monaten im Golf von Mexiko gesunken ist, heißt es sogar, dass im schlimmsten Fall mit einer austretenden Ölmenge von täglich 100.000 Barrel (15,9 Millionen Liter) gerechnet werden müsste. Seit dem Unglück könnten so bereits bis zu einer Milliarde Liter Öl ins Meer gelangt sein. BP betonte jedoch, dass diese Schätzung lediglich im Falle eines Fehlens des Absperr-Ventils am Bohrloch Relevanz hätte, was jedoch nicht der Fall sei.

Um die immensen Schadensersatzforderungen, die auf BP in den nächsten Wochen zukommen werden, bezahlen zu können, will der Konzern jetzt Reserven von 50 Milliarden Dollar zurücklegen. Dies soll durch den Verkauf von Anleihen, durch Darlehen und durch den Verkauf von Vermögenswerten geschehen. Bisher hatte BP lediglich 20 Milliarden Dollar für einen Treuhandfonds zugesagt. An Schadensersatz hat der Konzern bisher lediglich 104 Millionen Dollar ausbezahlt.

BPs Partnerunternehmen Anadarko, welches zu 25 Prozent an der betroffenen Ölquelle im Golf von Mexiko beteiligt ist, distanzierte sich unterdessen von BP und machte allein den Ölkonzern BP für die Katastrophe verantwortlich.

Quellen:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,701783,00.html
http://www.focus.de/panorama/vermischtes/oelpest-im-golf-von-mexiko-bp-zahlt-zwei-milliarden-dollar_aid_521705.html
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/oelkatastrophe-im-golf-von-mexiko-bp-wappnet-sich-mit-milliarden-dollar-1.962587

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