Bioökonomie – Die Idee von der biobasierten Wirtschaft

Die Ressourcen werden knapp und der Verbrauch einiger Rohstoffe ist zudem umweltschädlich und wenig nachhaltig. Die Gedanken die einem in den Kopf kommen, wenn es um knappe und umweltschädliche Ressourcen geht, drehen sich zumeist um die fossilen und atomaren Brennstoffe der Energiewirtschaft. Lösung des Problems: die erneuerbaren Energien beziehungsweise ein Energiesystem, welches zum großen Teil auf erneuerbaren Energieträgern basiert.

Doch was leicht vergessen wird ist, dass auch viele andere Wirtschaftsbereiche von fossilen, knappen und umweltschädlichen Rohstoffen profitieren. Ein Beispiel ist die Kosmetikindustrie, die für eine Vielzahl an Produkten auf Erdöl zurückgreift. Auch für diese Wirtschaftsbereiche sind Substitute von Nöten, denn wenn von Nachhaltigkeit die Rede ist, dann sollte sie alles umfassen und nicht nur die Energiewirtschaft.

Erneuerbare biologische Ressourcen für die Herstellung von Produkten und Dienstleistungen

Die Bioökonomie will nicht weniger als die beinahe vollständige Transformation des aktuellen auf fossilen Rohstoffen basierenden Wirtschaftssystems zu einem Wirtschaftssystem, welches auf erneuerbaren biologischen Ressourcen basiert. Dabei betrachtet der Ansatz alle relevanten Branchen und die gesamte Wertschöpfungskette der jeweiligen Produkte und Dienstleistungen.

Dies erfordert völlig neue technologische Erkenntnisse und Verfahren. Auch neue wissenschaftliche Methoden sowie gesellschaftliche und politische Rahmenbedingungen sind notwendig, will man diese Vision verwirklichen. Auf europäischer Ebene diskutiert man die Idee der „biobased economy“ daher schon seit den späten neunziger Jahren.

Definitionsschwierigkeiten bei den relevanten Branchen

Auf der europäischen Ebene tut man sich bisweilen recht schwer eine einheitliche Definition zu entwickeln, welche Branchen der Bioökonomie angehören. So klammert die EU die Biomedizin aus, die US-Regierung schließt sie mit ein und die Bundesregierung betrachtet die Biomedizin in der „Nationalen Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030“ nur am Rande.

Hier zeigt sich auch, dass noch nicht endgültig klar ist, welche Branchen vorrangig von entsprechenden Bioökonomie-Förderprogrammen profitieren sollen. Eines wurde allerdings von Beginn auf bundesdeutscher Ebene festgelegt, die Nahrungsmittelbranche und damit auch die Landwirtschaft für die Ernährung haben Vorrang vor anderen Branchen.

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