Staudamm Belo Monte – nicht nur auf Facebook stark diskutiert

Der Bau des Großprojekts Belo Monte wird seit Jahren stark diskutiert und hat viele Gegner. Allerdings wurde mit dem Bau begonnen, woraufhin ein weltweites Entsetzen folgte.

Wir möchten Ihnen in diesem Artikel Fakten zum Wasserkraftwerk Belo Monte nennen und Ihnen auf der anderen Seite die Befürchtungen und Ängste der Menschen näher bringen.

Wofür steht der Name Belo Monte?

Der eigentliche Name des Projektes lautet Hidrelétrica (AHE) Belo Monte und kommt aus dem Portugiesischen. Übersetzt bedeutet dies so viel wie Hydroelektrische Nutzung Belo Monte.

Belo Monte – Lage des Staudamms

Das Wasserkraftprojekte Belo Monte wird zurzeit in Brasilien am Fluss Xingu errichtet. Der Fluss soll über drei Talsperren zu zwei Stauseen (Fläche 500km²) aufgestaut werden.

Wer steckt hinter dem Projekt Belo Monte?

Der Staudamm Belo Monte ist ein Gemeinschaftsprojekt des brasilianischen Umweltministeriums, des brasilianischen Bergbau- und Energieministeriums, sowie der staatlichen Energiekonzerne Eletronorte und Eletrobrás.

Die Betreiber und Investoren haben sich zum Konsortium Norte Energia SA zusammengeschlossen. Auch europäische Firmen sind am Staudamm Belo Monte beteiligt. Dazu gehören Alstom, Andritz und Voith.

Eletrobrás hält 49,98 Prozent der Anteile, der Rest ist auf staatliche und private Firmen, sowie dem brasilianischen Pensionsfond verteilt.

Wie viele Menschen müssen dem Wasserkraftwerk Belo Monte weichen?

Aktuellen Berichte zu Folge, wird davon ausgegangen, dass ungefähr 20.000 – 40.000 Menschen umgesiedelt werden müssen.

Belo Monte – Kosten

Für den Bau des Staudamms Belo Monte werden Baukosten in Höhe von 11 Milliarden US-Dollar benötigt. Dieser Wert wurde vorläufig geschätzt. Ob die Investitionskosten bei den veranschlagten 11 Milliarden US-Dollar bleiben, wird sich in den nächsten Jahren zeigen.

Wie viel Strom wird das Wasserkraftwerk Belo Monte erzeugen?

Zum jetzigen Zeitpunkt wird Belo Monte das drittgrößte Wasserkraftwerk der Welt werden. Die Leistung des Kraftwerks soll bei ungefähr 11 Gigawatt liegen.

Wann wird der Staudamm fertig gestellt sein?

Man hat sich das Ziel gesetzt, dass Wasserkraftwerk Belo Monte bis zum Jahr 2015 in Betrieb zu nehmen.

Belo Monte – Auswirkungen auf die Natur

Der Bau des Staudamms wird stark kritisiert, weil befürchtet wird, dass durch den Bau großer Schaden in der Natur angerichtet wird. Durch die drei Talsperren die errichtet werden sollen, wird der Fischbestand leiden. Denn die natürliche Wanderung der Fische wird stark beeinträchtigt. Im schlimmsten Fall ist damit zu rechnen, dass hunderte Arten sterben werden!

Belo Monte – Verdrängung indigener Bevölkerung

Das Bild auf  Facebook, auf dem Raoni der Häuptling des Kayapó-Stammes – einem Indianervolk des Amazonasgebiets im brasilianischen Mato Grosso zu sehen ist, ging im wahrsten Sinne um die Welt. Allerdings soll das Bild aus dem Jahr 2002 stammen und den Häuptling auf einer Beerdigung zeigen. Die meisten Facebook Nutzer dürften das Bild gesehen haben und sind so auf den Bau des Belo Monte Staudamms aufmerksam geworden.

Begleitend zu diesem Bild, sind auf Facebook hitzige Diskussionen zu lesen. Wie eingangs erwähnt, werden in den nächsten Jahren bis zu 40.000 Menschen umgesiedelt. Hiervon betroffen sind die Lebensräume von 18 ethnischen Gruppen.

Allen Betroffenen, die umgesiedelt werden müssen, soll eine Entschädigung in Höhe von insgesamt 570 Millionen € bereitgestellt werden. Ob die Höhe der Entschädigung eingehalten wird, kann im Moment nicht gesagt werden.

Belo Monte – Ausblick

Die Ureinwohner versuchten, sich mit ihren Mitteln gegen das Projekt zu wehren – leider vergebens. Auch Prominente machten sich für die Einwohner stark. Mit dem Bau des Wasserkraftwerks Belo Monte wurde bereits begonnen und es scheint als könnte er auch nicht mehr gestoppt werden.

Uns würde Ihre Meinung zum Wasserkraftwerk Belo Monte interessieren. Steckt hinter dem Projekt nur die Profitgier der Unternehmen? Oder geht es wirklich um die brasilianische Energieversorgung? Hätte man auf den Bau verzichten können und alternative Projekte finden können? Hätte ein Desaster für die Ureinwohner und der Natur vermieden werden können?

Wir freuen uns auf Ihre Meinung zu diesem stark umstrittenen Thema Belo Monte. Bitte teilen Sie uns Ihre Meinung auch in der nachfolgenden Umfrage mit.

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Autor: Peter Baumeister

Der Autor Peter Baumeister > Über 25 Jahre Berufserfahrung im Bereich Bauen und Elektroinstallationen verdienen es zu Papier gebracht zu werden. Dabei neue interessante Tools und Techniken für Handwerker zu testen ist meine Passion.

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