Ausbau der erneuerbaren Energien in Ostdeutschland weiter vorangeschritten

Der Ausbau der erneuerbaren Energien ist derzeit ein großes Thema in Deutschland. Die Streitigkeiten zwischen Bund und Ländern, wie der Ausbau von Statten gehen und wie dieser finanziert werden soll, war besonders Ende des vergangenen Jahres eines der Hauptthemen in den Medien. Am Ende bleibt es jedoch meist an den Ländern selbst hängen, wie sie den Ausbau gestalten. Im bundesweiten Vergleich liegen insbesondere die ostdeutschen Bundesländer weit vorne. Hier waren die erneuerbaren Energien verglichen mit den alten Bundesländern schon im Jahr 2010 ziemlich weit entwickelt. Die genauen Zahlen wurden kürzlich von der Agentur für Erneuerbare Energien veröffentlicht. 

Mecklenburg-Vorpommern liegt demnach auf dem ersten Rang mit 45 Prozent, darauf folgen Thüringen mit 37 und Sachsen-Anhalt mit 33 Prozent. In den westlichen Bundesländern liegt Schleswig-Holstein mit 28 Prozent ganz vorne, gefolgt von Rheinland-Pfalz und Bayern, die je 24 Prozent vorweisen können. Experten gehen jedoch davon aus, dass die alten Bundesländer einfach ihr Kontingent noch nicht komplett ausgeschöpft haben und nun mit der Energiewende beim Ausbau erst so richtig in Fahrt kommen. Sachsen-Anhalt und Brandenburg beispielsweise hätten ihr Windenergie Potenzial schon zu 33, beziehungsweise 24 Prozent ausgeschöpft. In Bayern ist es bisher nur ein Prozent.

Was die Zahl der Arbeitsplätze im Bereich der erneuerbaren Energien angeht, ist jedoch der Westen wieder ganz vorne mit dabei. Die meisten Betriebe der Branche befinden sich in Bayern (6600), Nordrhein-Westfalen (3900) und Baden-Württemberg (3800). Die meisten Beschäftigten gibt es in Niedersachsen (48 000), Bayern (69 000) und Nordrhein-Westfalen (54 000). Es gilt also, noch einiges aufzuholen, für die alten sowie auch für die neuen Bundesländer.

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