7 Tipps gegen böse Überraschungen beim Stromanbieterwechsel

Es ist überhaupt nicht schwer, den Stromanbieter zu wechseln und damit eine Menge Geld zu sparen. Genauso leicht ist es aber, in eine Falle zu tappen. Vermeintlich preisgünstige Tarife stellen sich im Nachhinein nicht selten als sehr viel teurer heraus. Wer aber genauer hinsieht und auf die Details des Vertrags achtet, kann von einem Stromanbieterwechsel nur profitieren. Hier sind sieben Tipps, die vor bösen Überraschungen schützen:

Tipp Nr. 1: Auf Vertragslaufzeiten und Kündigungsfristen achten

Wer sich auf lange Kündigungsfristen und Vertragslaufzeiten einlässt, ist entsprechend lange an einen Anbieter gebunden, auch wenn man mit diesem nicht mehr zufrieden ist. Deshalb ist bei jedem Anbieterwechsel darauf zu achten, welche Vertragslaufzeiten und Kündigungsfristen gelten. Auf keinen Fall sollte man Stromlieferungsverträge mit Mindestlaufzeiten von über einem Jahr oder Kündigungsfristen von mehr als einem Monat unterschreiben.

Tipp Nr. 2: Vorsicht bei Festpreisen

Einige Stromanbieter haben Festpreise für so genannte Strompakete im Angebot. Dabei wird eine genaue Anzahl von Kilowattstunden für einen bestimmten Zeitraum festgelegt und bezahlt. Wird tatsächlich weniger verbraucht, erfolgt keine Erstattung. Wer dagegen mehr Strom verbraucht als im Paket festgelegt, muss oft hohe Aufschläge bezahlen. Empfehlenswert sind Strompakete nur für diejenigen, die ihren Stromverbrauch genau prognostizieren können.

Tipp Nr. 3: Ein Wechselbonus gilt nur einmal

Wer mithilfe eines Stromrechners einen Jahrespreis berechnet und dabei einen Wechselbonus berücksichtigt, muss wissen, dass dieser Bonus nur einmalig gilt. Im zweiten Jahr des Strombezugs fällt der Bonus weg – und der Gesamtpreis wird höher. Meist gilt der Wechselbonus auch nur, wenn eine Mindestvertragslaufzeit eingehalten wird.

Tipp Nr. 4: Ökostrom ist nicht gleich Ökostrom

Strom aus regenerativen Energien ist gut für die Umwelt. Ökostromtarife sind deshalb bei Kunden beliebt, für die ökologische Aspekte bei der Wahl des Stromanbieters wichtig sind. Die rechtlich nicht geschützte Bezeichnung Ökostrom wird aber auch bei Angeboten verwendet, deren Umweltnutzen minimal ist. Echte Ökostrom-Produkte weisen Kennzeichen wie das OK-Power Label oder Grüner Strom Label auf. Ein seriöser Ökostromanbieter macht auch klare Angaben über die Herkunft seines Stroms.

Tipp Nr. 5: Wechselgebühren sind unzulässig

Wer von seinem bisherigen Stromversorger zur Zahlung einer Wechselgebühr aufgefordert wird, kann dies getrost verweigern. Ein Beschluss der Kartellbehörden stellt eindeutig klar, dass die Erhebung von Gebühren nach einem Stromanbieterwechsel unzulässig ist. Wechselgebühren würden potenzielle Neukunden abschrecken und wären Gift für den freien Strommarkt. Das Verbot von Wechselgebühren gilt natürlich in gleicher Weise für den neuen Stromanbieter.

Tipp Nr. 6: Preisfixierung ist keine Preisgarantie

Obwohl es auf den ersten Blick den Anschein hat, garantieren Stromangebote mit einer so genannten Preisfixierung keinen konstanten Preis. Vielmehr bezieht sich die Fixierung nur auf bestimmte Bestandteile des Gesamtpreises. Wenn zum Beispiel nur die Kosten für die Stromnetznutzung von der Garantie erfasst werden, ist man nicht vor Preiserhöhungen aufgrund gestiegener Energiepreise sicher.

Tipp Nr. 7: Erfahrungsberichte googlen

Ein wichtiger Aspekt für die Wahl eines neuen Stromanbieters ist der Service. Viele Kunden beklagen sich zum Beispiel über lange Wartezeiten und hohe Gesprächsgebühren bei Service-Hotlines. Vor einem Stromanbieterwechsel ist deshalb immer eine kleine Internet-Recherche ratsam. Es gibt im Netz eine Vielzahl von Erfahrungsberichten.

Wer vorher aufpasst, kann nur gewinnen

Wer beim Stromanbieterwechsel aufmerksam ist, kann vor bösen Überraschungen weitgehend sicher sein. Und auch wenn versteckte Fallen erst nach dem Wechsel offenbar werden, ist oft noch nicht alles verloren: Denn bei Vertragsabschlüssen über das Internet gilt ein 14-tägiges Widerrufsrecht, mit dem man ohne Begründung vom Vertrag zurücktreten kann.

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